Kunstausstellung des Atelierhauses in der Stadtgalerie Lünen

Zeitraum: 14.2.- 27.3.21

+++ NEWS +++

 

 

 

Das ATELIERHAUS zieht um, im Frühjahr diesen Jahres! Die neuen Türen öffnen sich dann für Euch in Zukunft an folgendem Ort:

 

RATHENAUSTRASSE 26 in Lünen



 

Trotz(t) Corona!

 

Sieben Künstler*innen des ATELIERHAUS Lünen stellen im Foyer des Hansesaals aus.

 

 

 

Vom  14. Februar   bis zum 27. März 2021 zeigen die Atelierhauskünstler *innen Jutta Arendes,  Doris Behrens, Uwe Gegenmantel, Jürgen Kurschinski, Ria Maris, Uli Roters und Reinhard Wiefel je eine Arbeit in den Fenstern des Hansesaalfoyers.  Diese Ausstellung wird auf  Initiative von Barbara Kastner, der Leiterin des Kulturbüros  Lünen als Alternative zur eigentlichen „großen" Ausstellung, die der Coronapandemie  zum Opfer fiel, durchgeführt.

 

 

Vertreten sind konkrete Kunst, abstrakter Expressionismus und figürlich-gegenständliche Malerei der Künstler, die sich inhaltlich zum Teil mit der Corona-Pandemie auseinandersetzen. Arendes zeigt eine expressiv sitzende Figur, Behrens einen Wolf im Schnee, Gegenmantel einen Blick durch eine Jalousie, Kurschinski ein Feuerpferd, Maris eine Weltachse, Roters eine Art EKG­ Regatta und Wiefel konkrete emotionale Spuren.

 

 

Jutta Arendes, „Erstarrung“

 

Diese expressive Malerei zeigt einen Mann auf einem Stuhl in einer starren Körperhaltung.

 

Erstarrung als einzige Reaktion eines Menschen auf die aktuelle Pandemie, in der weder Flucht noch Gegenwehr einen Ausweg darstellen.

 

Diese Arbeit entstand im Lockdown des dritten Quartals 2020.

 

Sie zeichnet sich durch einen pastosen Farbauftrag aus, der im Gegensatz zu den zeichnerischen, feinen Linien steht, die der Figur Halt geben. Augenscheinlich ist der Kontrast der wenigen, leuchtenden Farbakzente als Hoffnungsschimmer zu den gedeckten Farbtönen des erdrückenden, pandemischen Raumes zu sehen.

 

 

Doris Behrens, „Wolf“

 

Das realistisch gemalte Bild zeigt einen im Schnee laufenden Wolf als Sinnbild der Wildheit und des Einsamen weit entfernt von der menschlichen Zivilisation mit ihrem pandemischen Schrecken. Das Gemälde mag eine Sehnsucht nach unberührter Natur und dem romantisierenden Leben in ihr

 

auslösen, wie es im Buch Henry David Thoreaus aus dem Jahr 1854 über sein zeitweiliges Leben als Aussteiger, das zum „Klassiker aller Alternativen“ wurde, beschrieben ist.

 

 

Uwe Gegenmantel, „Jalousie“

 

Die Malerei gewährt einen Blick durch eine Jalousie zu einer Außenwelt, einer kaum erkennbaren anderen Situation, die ein Schloß, ein Motorrad und eine Frau darstellt. Der Maler und der Betrachter können diese Welt draußen ebenso wenig erreichen wie die meisten Menschen in Zeiten des Lockdowns ihre Außenkontakte. Zum Trost bleiben die innere Welt der Phantasie und darin Geborgenheit.

 

 

Jürgen Kurschinski, „Feuerpferd“

 

Es stammt aus der chinesischen Astrologie. Damit werden dem Feuerpferd  Eigenschaften wie dem Pferd zugeschrieben, nur in weit ausgeprägterem Maße. Es ist tüchtiger, fleißiger, geschickter, begabter und unabhängiger,  aber auch egoistischer,  leidenschaftlicher, rücksichtsloser und kann mit seiner Wildheit großes Unheil anrichten. Element Feuer kombiniert mit dem Pferd ergibt eines der dynamischsten, heißblütigsten Wesen des chinesischen Tierkreises. Diese Wildheit expressiv darzustellen war die Intention bei dieser Malerei.

 

 

Ria Maris, „Axis Mundi“

 

Das Gemälde nimmt Bezug auf mythologische Darstellungen aus Renaissance und Barock und der symbolischen Trennlinie zwischen Himmel und Erde. Auch fließt die Philosophie Heideggers in ihre Arbeit, die ursprüngliche Einheit beschreibt, in der Erde und Himmel das Sterbliche und Unsterbliche symbolisieren. Axis Mundi, die Weltachse, wirkt in dem Bild wie ein Portal, das den Übergang zwischen Menschlichem und dem Unbekannten darstellt und somit aktuell das Problemfeld  Corona-Virus tangiert.

 

 

 

 

Uli Roters, „Regatta – surreal“

 

Dieses Bild  erinnert im ersten Moment an ein EKG, ein Elektrokardiogramm. Somit könnte der Titel „Regatta – surreal“ ein Rennen um die Beherrschung von Herzrythmusstörungen analog zu den täglichen Corona-Schreckensmeldungen beschreiben.

 

Eine Regatta surreal des sich auf den meisten Kanälen einheitlich wiederholten Mainstreams der herzbelastenden Ungewissheit.

 

 

Reinhard Wiefel, „Absturz“

 

Inspiriert durch abstrakten Expressionismus, Bauhaus und den eigenen intuitiven Surrealismus entstand dieses in zwei Teile zerschnittene Kunstwerk. Darstellung von Emotionen, Gedanken- und Freiheitsentzug in dieser aktuellen Zeit. Eine manipulierte Welt. Gesteuert und abwärts driftend, endend im Crash, sich klammernd an bekannte, bisher sichere Strukturen und eine immer schmaler werdende persönliche Freiheit.

 



***Aktuell anstehende Ausstellungen fallen aus/ werden verschoben!

**Infos über neue Terminierungen könnt ihr dem neuen Veranstaltungskalender 21 entnehmen


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